Ein Treffpunkt nicht nur zur Mittagszeit

Mensa und Jugendtreff beim Schulzentrum eingeweiht - Neustart für Jugendarbeit

Zwei Anlässe, zwei Schlüssel: Die reichte Samtgemeindebürgermeister Martin Brinkmann im Beisein des Architekten Dangard Schubert (Zweiter von links) an Schulleiter Ernst-August Schulterobben (links) und Jugendpfleger Uwe Hummert (rechts) weiter. Foto: Christian Geers
cg NEUENKIRCHEN. Ein Gebäude, zwei Funktionen: Die neue Mensa im Schulzentrum Neuenkirchen ist nicht nur ein Ort, in dem es dreimal wöchentlich ein warmes Mittagessen gibt. Das bunte Gebäude zwischen Grundschule und Haupt- und Realschule dient auch als Jugendtreff. So oder so: Das Gebäude ist ein Ort der Kommunikation, Treffpunkt und Anlaufstelle zugleich.
Die Ausgabe von Mittag-essen ist in dem Gebäude längst Routine: Im September 2010, knapp vier Monate nach der Grundsteinlegung, eröffnete die Mensa zeitgleich mit dem Start des Ganztagsangebotes an der Haupt- und Realschule (HRS). Für eine Übergangszeit waren dort auch noch Klassen untergebracht, weil nebenan die Handwerker beim Erweiterungsbau der Grundschule die Regie führten. Das ist Vergangenheit. Kein Wunder also, dass die Stimmung gelöst war, als Mensa und Jugendtreff nun mit einer Feierstunde offiziell in Dienst gestellt wurden.
Die Schullandschaft, so Samtgemeindebürgermeister Martin Brinkmann, habe sich gravierend verändert. Den Neuerungen müssten sich Schule und Schulträger stellen. Deshalb habe die Samtgemeinde 600 000 Euro bereitgestellt für Mensa und Jugendtreff. „Das ist gut angelegtes Geld, es kommt der Bildung und der Jugendarbeit zugute“, sagte er. Letztere bekomme in Neuenkirchen eine „tolle Chance“, Angebote mit und für Jugendliche auf die Beine zu stellen. Brinkmann: „Und das alles in einem Neubau, der funktional ist und sich harmonisch ins Umfeld einpasst.“
Diese Worte dürfte Dangard Schubert vom Architekturbüro Kornhage & Schubert gerne gehört haben. Die Idee dazu sei im Skiurlaub im Zillertal gekommen, verriet er. Dort habe ihn vor allem die Weite und Farbenpracht inspiriert. Helle Farbtöne in Orange und Gelb finden sich innen und außen wieder. Trennwände ermöglichen eine flexible und ungestörte Nutzung von Mensa und Jugendtreff. Zwei Schlüssel hatte Architekt Schubert im Gepäck, die er symbolisch an den Samtgemeindebürgermeister übergab.
„Wir werden hier sehr gut verpflegt“, lobte Schulterobben das Angebot. Die Schüler erhielten dreimal in der Woche von der Fleischerei Bergmann ein warmes Mittagessen - „ausgewogen, gesund, vollwertig und zu einem niedrigen Preis“. In der Mensa könnten die Schüler essen und eine Ruhepause einlegen. „Außerdem möchten wir hier Esskultur vermitteln“, verwies er auf die Mensa-Ordnung, in der Regeln für gutes Benehmen aufgeführt sind. Wer nicht wolle, müsse mittags nicht in die Mensa gehen, so der Schulleiter. Allerdings sei es diesen Schülern nicht erlaubt, das Schulgelände zu verlassen. Die müssten sich ihr Pausenbrot dann selbst mitbringen.
Jugendpfleger Uwe Hummert freute sich auch über die neuen Möglichkeiten. „Erste Ideen für Projekte und Gruppenangebote sind schon in Planung“, verriet er. Außerdem will Hummert viermal in der Woche - montags bis donnerstags von17 bis 21 Uhr - den offenen Treff anbieten.
Nach einer knappen Dreiviertelstunde war alles gesagt: Zwischendurch sorgte die Musik-Arbeitsgemeinschaft der HRS für angenehme Zwischentöne. Punkt zwölf Uhr reihten sich Gäste und Schüler ein und standen an der Ausgabetheke gerne Schlange für ein Mittagessen. Wie es sich für eine Einweihungsfeier gehört.

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